Leder

Leder 2016-01-19T16:50:23+00:00

Leder wird als eigenständiger Punkt unter Sitzsack Bezug angeführt, da es sich weder um Naturfasern noch um Chemiefasern handelt. Die Haut von Tieren dient als Rohstoff für die Produktion. Sämtliche Punkte beschäftigen sich hier mit echtem Leder und dürfen nicht mit Kunstleder verwechselt werden.

LedereigenschaftenSitzwürfel

Bevor über die Ledereigenschaften gesprochen werden kann muss zuerst zwischen den technischen Eigenschaften, dazu zählen die physikalischen und chemischen Eigenschaften und, ich nenne es hier mal nicht technische Eigenschaften wie Haptik, Optik um., unterschieden werden. Für die technischen Eigenschaften gibt es zahlreiche Testmethoden und DIN-Normen bzw. gesetzliche Richtwerte. Es können die Dichte, die Dehnbarkeit und Zugfestigkeit, das Gewicht und die Stärke und unzählige Eigenschaften mehr gemessen werden.

Bei den nicht technischen Eigenschaften wird es schwieriger objektive Kriterien zu finden. Für jeden Menschen greift bzw. fühlt es sich anders an. Diese schwer einzuordnenden Kriterien spielen aber mindestens eine ebenso wichtige Rolle in der Beurteilung von Qualitäten und Eigenschaften wie die chemischen und physikalischen Kriterien.

Hier nun der Versuch einer Beschreibung. Es ist zäh und geschmeidig, fest und weich, es ist relativ atmungsaktiv und wiederum undurchlässig für Wasser. Gerade durch die enorm vielen unterschiedlichen Eigenschaften ist es sehr begehrt und vielseitig einsetzbar.

Lederqualität

Es handel sich um ein Naturprodukt. Je nach Abschnitt, damit ist der Teil des Tieres gemeint von dem die Haut stammt, gibt es schon innerhalb einer Haut einen Qualitätsunterschied. Diese Schwankung der Qualität setzt sich von Haut zu Haut und auch noch in den unterschiedlichen Partien, das ist jene Menge welche in ein Gerbfass passt, fort. Dies ist der Grund weshalb bei einem Lederobjekt diverse Lederqualitäten auftauchen können, häufig bei Möbeln oder Bekleidung feststellbar.

Exkurs Lederherstellung

Für das umfangreiche Gebiet der Herstellung bzw. die Übersicht über den Prozessablauf, welcher ja über die Gerbung allein hinausgeht, wurde dieser Exkurs eingefügt.

Lederarten

Die Anzahl an Lederarten und -sorten ist enorm. Ebenso umfangreich sind die Möglichkeiten einer Einteilung. Eine Unterscheidung kann nach Tierart, Verwendungszweck, Gerbart, Zurichtung und Art der Färbung getroffen werden.

Tierart

Das Kriterium ist hier das Tier von dem die Rohhaut kommt. Die Haut stammt am häufigsten vom Rind, Schwein oder Lamm, also von jenen Tieren, welche zur Fleischgewinnung gezüchtet werden. Seltener sind Hirsch-, kommt in der Trachtenmode zum Einsatz, oder z.B. Krokodil und Schlangenleder für Taschen.Bänke

  • Rind, Kalb
  • Schwein
  • Lamm
  • Ziege bzw. Zicklein
  • Hirsch
  • Pferd
  • Fisch (Hai, Roche, Dorsch, Aal)
  • Seehund
  • Krokodil
  • Schlange
  • Strauß
  • Känguru
  • Yak

VerwendungszweckBraune-Lederschuhe

Es ist enorm vielfältig verwendbar. Es kann als Bekleidungs- und Handschuhleder, Möbelleder wie z.B. für Sitzsäcke und Autoleder zum Einsatz kommen. Des Weiteren als Schuhunter- für die Sohle und Schuhoberleder für den Schuh selbst. Sattler- und Täschnerleder ergeben schöne Handtaschen, Geldtaschen uvm. Ebenso wird es noch für die Buchbindung verwendet.

Gerbart

Hier wird die Unterscheidung nach Gerbart getroffen. Dies kann dann wie im Exkurs Herstellung weiter oben beschrieben Alaunleder, Chromleder, pflanzlich, synthetisch oder durch Fett gegerbtes Leder sein. Es bestehen noch einige Spezialbezeichnungen wie Sämischleder oder Juchtenleder.

Art der Zurichtung und Färbung

  • Gedecktes Glattleder – besitzt eine durch Pigmentierung aufgetragene wasserabweisende Farb- und Schutzschicht auf der Oberfläche
  • Semianilinleder – eine sehr dünne Pigmentierung als Farb- und Schutzschicht, das Narbenbild und die Haarporen müssen sichtbar bleiben
  • Offenporiges Glattleder = Anilinleder – die Farbgebung erfolgt mittels Durchfärbung. Es ist wasser- und anschmutzempfindlich, d.h. Wassertropfen ziehen ein und dunkeln das Leder. Anilinleder besitzt keinen Oberflächenschutz.
  • Rauleder – ein offenporiges aber geschliffenes Glattleder. Das Rauleder vom Narbenspalt wird Nubukleder oder und das vom Fleischspalt Veloursleder genannt.
  • PU-Leder – ein Spaltleder mit Folienbeschichtung (Polyurethanbeschichtung)

Da das Thema enorm umfangreich ist konnte hier nur ein winzig kleiner Bruchteil dargestellt werden. Sie vermissen einen Punkt oder möchten noch weiterführende Informationen, dann schreiben Sie uns doch einfach.